HgF

27. Juli 2016 |

Hier haben wir eine Sammlung der gängigsten Fragen rund um unsere Produkte zusammengestellt – und entsprechende Antworten dazu natürlich auch :)

Pogo-Sticks

Ich habe den Gummifuß verloren – ist der Pogo-Stick jetzt kaputt?
Nein, der Gummifuß ist sehr fest montiert. Die Pogo-Sticks dürfen nur auf festem Boden (Beton, Straße) verwendet werden. Bei einer zweckfremden Verwendung, z.B. auf weichem Boden, einer Wiese oder Erde kann es sein, dass der Gummifuß „stecken bleibt“. Er lässt sich wieder aufstecken. Er ist nicht generell fest montiert, damit man ihn bei Verschleiß auswechseln kann.
Kann ich nicht auch einfach einen 50kg Pogo-Stick für mein Kind kaufen, wenn es 30 kg wiegt? Es wächst ja noch!
Das ist ungefähr so, wie 2 Schuhgrößen größer kaufen, oder zu große Skier. Es wird einfach keinen Spaß machen! Die Feder ist dann einfach zu hart – und Ihr Kind kann den Pogo-Stick kaum ein federn.
Unterscheiden sich die Pogos nur durch die Gewichtsklassen?
Nein, die Pogo-Sticks sind auch unterschiedlich lang (Länge zwischen Fussrasten und Griffen).

Einräder

Ich kann die Sattelstütze nicht so tief einschieben, wie ich möchte.
Bei Luxus-Einrädern ist eine zweite, 200 mm kurze Sattelstütze Teil des Lieferumfangs – verwende diese. Alternativ kann die Sattelstütze auch einfach mit einer handelsüblichen Metallsäge abgesägt werden. Nach dem absägen nicht vergessen die Grate abzufeilen! Selbstverständlich verkaufen wir außerdem Stützen in 200, 400 und 700 mm Länge!
Welches Fahrergewicht halten die einzelnen Einräder aus?
Hier lautet die Antwort „kommt drauf an“. Zum Erlernen und einfachen Fahren kann man sagen, dass OnlyOne und Luxus, also die Einräder mit Vierkant-Achsen etwa Fahrer bis 75 kg vertragen. Bei schwereren Fahren, aber auch wenn Du etwas mehr machen möchtest, als einfach nur schnöde gerade aus zu fahren – oder gar Hockey, Basketball fahren möchtest, im Gelände fahren oder gar Springen möchtest, dann solltest Du ein Einrad wählen welches eine Vielzahn, ISIS oder gar Q-Axle Nabe hat. Diese Art Achse garantiert eine äußerst stabile Kurbel-Achsverbindung die auch den härtesten Belastungen stand hält.
Kann ich in ein 20“ Luxus einfach einen Geländerad oder Reifen montieren?

Das ist aufgrund der Reifenfreiheit der Gabel kaum möglich – und macht auch wenig Sinn: ein breiterer Reifen benötigt eine breitere Felge. Darüber hinaus sind die Achsen von Luxus und OnlyOne nur reguläres Fahren gedacht – und nicht für die härteren Belastungen einer Geländeausfahrt.

Warum hat sich QU-AX für den Q-Axle-Standard entschieden, warum bleibt QU-AX nicht beim gängigen ISIS-Standard?

Uns ist klar, dass es vielen Einradfahren lieber wäre, ein mit anderen Herstellern kompatibles System an den Einrädern zu haben. Wir waren vor vielen Jahren aber auch die ersten, die unsere Einräder mit den ISIS-Achsen auslieferten. Für Fortschritt muss man sich von etablierten Standards lösen – die Q-Axle bietet unserer Ansicht nach viele Vorteile im Vergleich zum ISIS-System: – die 24 mm Achse (ISIS hat 22 mm) ist steifer und kann hohler gebohrt werden – was zu einem erheblichen Gewichtsvorteil für – und gleichzeitig steifer ist. Der Außendurchmesser der Lager ist dabei gleich geblieben, wodurch die Lager kompatibel mit allen gängigen ISIS Gabeln ist. – Die Kurbeln werden präzise an immer dem selben Ort positioniert und dann geklemmt – und nicht wie bei der ISIS-Achse konisch zuläuft und sich damit auch abnützen kann. – es wird kein Kurbelabzieher mehr benötigt um die Kurbeln zu lösen. Darüber hinaus sind wir konstant dabei, die Auswahl an erhältlichen Kurbeln zu erweitern.

Was für einen Sattelklemmendurchmesser brauche ich für mein Einrad?

QU-AX Einräder haben alle eine Sattelstütze mit einem Durchmesser von 25,4 mm. Bei Stahlgabeln benötigst Du eine Sattelklemme mit einem Durchmesser von 28,6 mm. Bei QX-Einrädern mit Aluminiumgabel benötigst Du eine Sattelklemme mit 31,8 mm Innendurchmesser. Kris Holm Einräder haben eine 27,2 mm Sattelstütze und benötigen ebenfalls Sattelklemmen mit einem Innendurchmesser von 31,8 mm.

Meine Pedale lösen sich (immer wieder)?

Bei den Pedale und Kurbeln ist es besonders wichtig, dass sie stets fest angezogen sind. Daher ist es zum Einen wichtig, beides in regelmäßigem Einsatz auf festen Sitz zu überprüfen. Da außerdem ein Einrad in beide Richtungen gefahren werden kann ist es ganz besonders wichtig dass die rechte Pedale und Kurbel auf der rechten Seite sind und die linke Kurbel und Pedale auf der linken Seite sind – sonst lösen sie sich durch das Fahren. Die rechte Pedale wird im Uhrzeigersinn in die Kurbel gefahren, die linke Pedale gegen den Uhrzeigersinn. Sowohl für Pedale als auch Kurbel gilt: wurden sie schon einmal in lockeren Zustand gefahren, ist die Verbindung aller Wahrscheinlichkeit nach beschädigt und ein Bauteil – oder sogar beide müssen getauscht werden (Pedale/Kurbel oder Kurbel/Achse). Auch aus diesem Grund ist es ganz besonders wichtig, den festen Sitz regelmäßig zu prüfen und ggfs. Nachzuziehen – und nicht mehr mit dem Einrad zu fahren wenn man merkt, dass etwas lose ist.

Was für eine Einradgröße brauche ich? Welche kann ich schon fahren?

Beim Einrad hat die Laufradgröße weniger etwas mit der Körpergröße zu tun, als vielmehr mit dem Einsatzbereich. Prinzipiell kann man sagen, dass das 20“ Einrad das „klassische Lern-Einrad“. Mit voluminösem, breitem Reifen in 20“ oder 19“ wird es klassischerweise für Trial und Streeteinsätze verwendet. Wenn das noch zu groß sein sollte, gibt es auch 16“ und 18“ Einräder. Das 12“ Einrad ist für ganz talentierte Kleine – oder aber für große, die Spaß daran haben. 24“ Einräder sind im Basketball sehr populär, aber auch bei zahlreichen IUF-Disziplinen auf der Bahn wird diese Größe gern verwendet. Im Gelände ist das 24“ Einrad mit fettem 3,0“ Reifen das Downhilleinrad schlechthin. 26“ Einräder sind für längere Strecken, oder aber, mit einem dünnen Rennreifen ebenfalls als Wettkampfeinräder geeignet. Die 27,5“ Einräder mit Munireifen und Plusreifen sind die universellen Geländeeinräder, für’s Munizieren, aber auch für Downhill und Enduro geeignet. 29“ und 36“ Einräder sind eher für Langstrecken gedacht.

Ob Du für ein Einrad groß genug bist, hängt von Deiner Schrittlänge ab – denn Menschen haben zum Teil bei gleicher Körpergröße unterschiedliche Proportionen, also längere Beine und kürzere Oberkörper, oder umgekehrt.

Die Schrittlänge misst Du barfuß – vom Boden bis zwischen Deine Beine. Am Besten stellst Du Dich dazu an eine Wand und hälst ein Lineal in Deinen Schritt an die Wand.
In den Artikelbeschreibungen unserer Einräder sind die jeweiligen Mindesschrittlängen jeweils vermerkt.

Kann ich an mein Einrad eine Bremse montieren?

Hier sollte man zwischen Felgenbremsen (Magura) und Scheibenbremsen unterscheiden. Scheibenbremseinräder bieten wir nur komplett an – also werksseitig mit Bremse ausgestattet. Weil eben Nabe und Gabel entsprechend vorbereitet sein müssen. Bei Magurafelgenbremsen kann eine Bremse nachgerüstet werden, sofern die Gabel entsprechende Sockel aufweist. Bei den aktuellen Modellen ist dies bei uns beim Muni 19“ (#1700), 24“ (#1711), 27,5“ (#1712), 29“ (#1713) und Profi Marathon 36“ (1019) der Fall. Zum Nachrüsten benötigst Du #2210 (Magura Schellen), #2216 (Magura Bremse) sowie #2036 (Bremshebelhalter).

Die längere Sattelstütze beim Luxus passt nicht?

Bei den QU-AX Luxus Einrädern sind zwei Sattelstützen Teil des Lieferumfangs. Standardmäßig ist die kurze, 200 mm Sattelstütze montiert. In Einzelfällen kann es, wenn die 200 mm Stütze gegen die 350 mm Stütze getauscht wird, sein, dass diese sich nicht ohne Weiteres auf die Gewindeeinsätze im Sattel einfädeln lässt. Das liegt meist nicht an einer falschen Sattelstütze, sondern daran, dass die Gewindeeinsätze im Sattel durch die zuvor fest montierte 200er Stütze fixiert sind. Klopf man leicht gegen diese – z.B. mit einem kleinen Hammer für Bilderhaken – haben sie ein wenig Spiel – und auch die 350 mm Stütze lässt sich ohne weiteres einfädeln.

Über Reifen- und Felgengrößen

Reifengrößen sind beim Fahrrad eine komplizierte Geschichte – und somit auch beim Einrad.

Reifengrößen werden zumeist in Zoll oder in metrischen Größen (ISO/ETRTO) definiert. Ein 20″ x 1,95″ Reifen hat einen Innendurchmesser von 20″ (406 mm). Als Breite wird 1,95″ (47 mm) angegeben. Wobei diese Breite von Hersteller zu Hersteller stark variiert und außerdem von der Felgenbreite abhängig ist.

Hier eine Übersicht der Zoll/ETRTO-Größen:
12 1/2″: 302 mm
16″: 305 mm
18″: 355 mm
20″: 406 mm
24″: 507 mm
26″: 559 mm
27,5″: 584 mm
28″/29″: 622 mm
36″: 787 mm

Neben diesen, heute Gängigsten Größen gibt es darüber hinaus noch das “alte” Zollsystem welches die Werte nicht als Kommazahlen sondern in Form eines Bruchs darstellt, wie z.B. beim 12 1/2″. Leider ist es nicht so, wie man vielleicht denken mag, dass dies 12,5″ entspricht. Hier kann man nur auf die “Brownsche Regel” verweisen, welche besagt:

“Wenn zwei Reifengrößen mit mathematisch gleichen Größenangaben versehen sind, aber eine ist mit Dezimalzahlen und eine mit Dezimalbruchdarstellung, dann sind diese Reifen nicht austauschbar.”

Mehr zum Thema findet ihr auch hier: https://wikipedalia.com/index.php?title=Reifengrößen

Besonders beim Einrad gibt es häufig Nachfragen zum Thema 19″ und 20″. Daher möchten wir erstmal hier drauf eingehen.

20″ – das ETRTO-Maß hierzu ist 406 mm, beschreibt den Durchmesser. Diese Größe ist auch bei Kinderrädern gängig und z.B. beim Luxus 20″ oder Profi 20″ gebräuchlich. Auch das QU-AX Muni Starter hat einen Reifen mit diesem Durchmesser – 406 mm.

Eine weitere, oft irrtümlicherweise als 20″ bezeichnete Größe ist 19″ – ETRTO-Maß 387 mm. Diese Größe stamm ursprünglich aus dem Fahrrad-Trial-Bereich. Hier sind Reifen mit besonders viel Volumen (2,5″ bzw. 67 mm Breite in etwa) wichtig um ausreichend “Rebound” zu haben. Bei QU-AX ist lediglich das Muni 19″ mit dieser Felgengröße ausgestattet.  Typischer Reifen hier ist der Maxxis Creepy Crawler.

Warum 19″ auch als 20″ bezeichnet wird liegt ein Stück weit am amerikanischen System die Reifengrößen zu bezeichnen: In Amerika wird der Reifen gemeinhin von Außen gemessen. Darum nennen diese die 19″ Räder mit fettem Reifen gern mal 20″.

Wie schon aus den unterschiedlichen ETRTO-Größen hervorgeht – sind diese beiden 20″ Größen nicht miteinander kompatibel – da eben unterschiedlich groß. Am Besten schaut man auf den ETRTO-Durchmesser – dann weiss man auch am Sichersten, um welche Größe es geht.

Ähnlich verhält es sich bei 29″. Schaut man auf die ETRTO-Größe (622 mm) handelt es sich um ein 28″ Rad (622 mm ETRTO). Besonders “fette” 28″ Räder, z.B. Muni-Räder (oder bei Mountainbikes “Twentyniner”). 29″. Da der äußere Durchmesser eher einem 29″ entspricht – wirkliche Neunundzwanziger gibt es aber nicht.

Wie schon eingangs erwähnt, ist das Thema Größe etwas kompliziert – ein 24″ mit fettem Reifen (z.B. beim 3,0er Muni) nennt aber dann doch keiner mehr 25″.

Beim Renneinrad gibt die IUF 24″ (ETRTO-Maß 507 mm) als Radgröße für zahlreiche Wettkämpfe vor – definiert diese aber über den Raddurchmesser inkl. Reifen: 618 mm. Da die 24″ Einräder die hier zu Beginn verwendet wurden relativ große Reifen hatten, liess dies soviel Luft nach oben (zwischen Felge und Durchmesserdefinition), so dass einmal Fahrer au die Idee kamen ein 26″ Einrad mit schmalen Rennradreifen zu verwenden (weniger Rollwiderstand, leichter) – was dann ebenfalls knapp innerhalb dieser Vorgaben lag. Die Größenregel besagt somit 24″ – auch wenn die meisten Renneinräder – von der Felge aus gesehen – 26″ Räder sind.

Abschliessend gibt es noch drei weitere, bei Felgen relevante Eigenschaften:

Die Anzahl der Speichenlöcher: Sie muss natürlich der Anzahl der Löcher in der Nabe entsprechen – und je mehr Speichen, je stabiler ist das Rad – ideal sind 36 Loch, bei besonders harter Beanspruchung auch 48 Loch. Bei kleineren Kinderrädern in 16″ oder 18″ z.B. reichen auch mal 28. Ansonsten wären die Speichenwinkel zu steil und die Zwischenräume zum Anziehen der Nippel zu eng.

Die zweite ist die Felgenbreite. Je breiter die Felge ist, desto stabiler ist sie. Und für breite Reifen sind breite Felgen wichtig, da der Reifen sich sonst zu sehr wölbt.

Die dritte ist der Felgenquerschnitt: Eine Hohlkammerfelge ist deutlich stabiler als eine Felge mit nur einer Wand.

Gentlemenbike

Wie groß muss ich sein, um das Gentlemenbike zu fahren?

Etwa 1,70 m groß – es hängt genau genommen von der Schrittlänge – und dem Geschick beim Aufsteigen auf – ein wenig nachhelfen kann man notfalls noch über die Kurbellänge.

Warum gibt es nur eine Bremse?

Eigentlich gibt es zwei Bremsen: die, die Du über den Hebel am Hinterrad ziehen kannst – und Deine Beine! Wir hatten einmal mit einer vorderen Bremse experimentiert – aber das führte schnell zu Überschlägen!

Wo kann ich mit dem Gentlemenbike fahren?

Du solltest auf Asphalt oder gut befestigten Wegen fahren – das Gentlemenbike ist nicht für’s Gelände geeignet! Auch Stufen oder Bordsteine sollten nicht gefahren werden. Da es keine StVO-gemäße Ausstattung besitzt, darf es nicht im Straßenverkehr verwendet werden!